Es lässt sich nicht genau sagen, wo und wann die Menschen das Schachspiel erfunden haben. Man vermutet, dass ein altes Spiel aus Nordindien namens Chaturanga der Vorläufer der Schachfamilie ist. Chaturanga gilt heute in vielen Literaturen als das älteste Schachspiel, das spätestens seit 600 n. Chr. gespielt wurde.

Die Spielidee von Chaturanga bestand nicht in Schachmatt-Setzen des Königs, sondern in der Vernichtung der Armee des Gegners. Im alten Urschach kam ein Würfel zum Einsatz. Die Züge werden entsprechend der Anzahl der geworfenen Augen ausgeführt.

Die Perser haben Chaturanga übernommen und in die persische Chatrang umgeändert. Dieses Spiel wiederum gilt als der direkte Vorläufer des persischen Schachs Schatrandsch. In dieser Form gelangt es nach der Eroberung Persiens durch die Araber wahrscheinlich im 9. Jahrhundert nach Europa.

Seit dem 13. Jahrhundert gehört die Beherrschung eines Schachspiels zu den Tugenden der Ritter. Deshalb könnte man sagen, dass ab dem Mittelalter das Schachspiel fest in Europa verankert war. Dabei wurden neue Regeln festgelegt, die das Schach-Spiel dynamischer und schneller machen.

Die endgültige Form erhielt Schach im 15. Jahrhundert durch eine große Reform der Spielregeln. So wurden der Gangart für Dame und Läufer, der Doppelschritt des Bauern von seiner Startposition sowie der Rochade-Zug konzipiert.

Etwa 300 Jahre später war Schach nicht nur dem Oberschicht vorbehalten, sondern hat sich als ein fester Bestandteil der bürgerlichen Kultur manifestiert. Die Zeit der großen Schachcafés begann. Das berühmteste Café war das „Café de la Régence“ in Paris, das als Zentrum des Schach-Spiels in Europa galt. Alle bedeutenden Schachspieler waren dort.

In den folgenden Jahrhunderten wurde das Spiel immer genauer erörtert und taktische sowie strategische Probleme im Schach weitreichender untersucht. Das berühmteste Buch stammt von einem französischen Schachspieler André Philidor (1726-1795): „Die Analyse des Schachspiels“. In seinem Werk betrachtet er die Bauern als eine Schlüsselrolle für die Schlacht. Sie entscheiden über das Schicksal des Spiels, denn nur sie lassen Angriff und Verteidigung entstehen.

Wie viele Züge gibt es bei Schach?

Schach ist ein sehr komplexes Spiel. Die möglichen Variationen und Verzweigungen werden auf ca. 2x 1043 geschätzt. Spätestens hier versagt das menschliche Vorstellungsvermögen.

Schon nach wenigen Zügen sind die Anzahl der Stellungen kaum noch überschaubar. Nach dem ersten Zug ist es noch einfach, denn es können noch 400 mögliche Stellungen eingenommen werden. Bereits nach dem zweiten Zug sind aber 72.084 möglich. Nach dem 3. Zug von schwarz und weiß können nur noch vage Angaben über die möglichen Stellungen gemacht werden.

Nach dem heutigen Wissenstand ist es aufgrund der enormen Anzahl der zu berechnenden Stellungen, unmöglich zu berechnen, ob weiß oder schwarz gewinnt. Statistisch gesehen gewinnt weiß häufiger als schwarz, wahrscheinlich weil weiß den ersten Zug macht.

Wenn du Schach als Online Spiel spielst, musst du dich nicht um den Aufbau der Figuren kümmern, weil sie der von dem Computer automatisch aufgestellt werden. Der Spieler mit den weißen Figuren beginnt.
Es gibt insgesamt 6 verschiedene Schachfiguren: Der König, die Dame, zwei Läufer, zwei Springer, zwei Türme und 8 Bauern.

Jede der 6 Schachfiguren bewegt sich unterschiedlich. Bis auf den Springer kann keine der Figuren über andere Figuren springen. Auf ein von der eigenen Figur belegtes Feld man ebenfalls nicht ziehen. Allerdings kann man auf einem Feld, das von dem Gegner besetzt ist, ziehen. Damit schlägt man den Gegner.

Wenn man mit seiner Figur einen Gegner schlägt, kann man nicht mehr weiter ziehen und der Gegner ist am Zug.

Nachfolgend werden die Gangarten der einzelnen Figuren erklärt.

Der König

Der König ist die wichtigste Figur. Sobald er vom Gegner eingenommen ist, hast du das Spiel verloren. Man sagt dazu auch, dass der König schachmatt gesetzt ist. Der König darf sich ausgehend von seiner Position aus ein Feld nach links, rechts, vorne oder diagonal bewegen. Wenn der Gegner am Zug ist und auf das Feld springt, auf dem der König steht, nennt man das „Schach“.

Die Dame

Die stärkste Figur des Spiels ist die Dame. Sie darf sich in jede Richtung wegen (vorwärts, rückwärts, zur Seite und diagonal). Dabei kann sie sich auf so viele Felder bewegen, solange keine andere Figur der eigenen Arme im Weg steht.

Die Türme

Bis auf der diagonalen Gangart darf sich der Turm in alle Richtungen bewegen, solange keine eigenen Figuren im Weg stehen. Neben der Dame sind die zwei Türme sehr starke Figuren, wenn sie sich gegenseitig schützen und zusammenarbeiten.

Die Läufer

Im Gegensatz zu den Türmen dürfen die zwei Läufer sich nur diagonal bewegen, solange keine eigene Figuren im Weg stehen. Somit bleibt jeder Läufer das gesamte Spiel auf nur einer Spielfarbe (schwarz oder weiß). Aufgrund ihrer eingeschränkten Gangart müssen Läufer sich gegenseitig ergänzen und diese Schwäche aufheben.

Die Springer

Anders als alle anderen Figuren bewegen sich Springer in L-Form: Zwei Felder vorwärts und eine zur Seite. Der Springer ist die einzige Figur, die über andere Figuren springen darf.

Die Bauern

Die Bauern sind die schwächsten Figuren im Schach. Sie können sich nur ein Feld vorwärts oder zur Seite bewegen, schlagen den Gegner aber diagonal.

Die Bauern können sich niemals rückwärts bewegen und können auch nicht rückwärts schlagen. Wenn eine Figur sich direkt vor dem Bauern steht, ist er blockiert und kann nicht weiterziehen.

Es gibt zwei Arten das Spiel zu beenden: durch mattsetzen des Königs oder durch ein Remis.

Schachmatt

Wenn der Gegner auf ein Feld zieht, auf dem er den König bedrohen kann und der König keinen Weg findet aus der Falle zu kommen, sagt, man dass er unter „Schach“ gesetzt wird.

Es gibt drei Wege, wie der König sich aus dem Schach befreien kann:

  1. Der König zieht auf ein nicht bedrohtes Feld (Rochieren ist in dem Fall nicht erlaubt*)
  2. Das Schach mit einer anderen Figur blockieren.
  3. Die Figur schlagen, die den König bedroht.

Rochieren nennt man den Spielzug im Schach, bei dem der König und ein Turm gleichzeitig bewegt werden. Es handelt sich hierbei um einen Doppelzug. Ziel des Zugs ist es, den König in eine sichere Position zu bringen. Befindet sich der König aber bereits im Schach, darf man den Doppelzug nicht ausführen. Die Rochade darf von jedem Spieler pro Spielpartie nur einmal ausgeführt werden.

Remis
Wenn ein Schach-Spiel mit einem unentschieden endet, nennt man es Remis. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Spiel mit einem Remis endet.

  1. Der Spieler, der am Zug ist, kann keine legalen Zug mehr machen.
  2. Wenn eine Spielstellung entstanden ist, bei dem keiner der Spieler den gegnerischen König schachmatt setzen kann.
  3. Wenn innerhalb von 50 Zügen weder ein Bauer bewegt wurde, noch eine Figur geschlagen werden konnte.
  4. Wenn 3 Mal dieselbe Stellung entstanden ist (es muss nicht hintereinander sein), kann ein Spieler Remis reklamieren).
  5. Es gibt für beide Spieler keinen Weg, ein Matt zu erzwingen.
  6. Wenn beide Spieler sich auf ein unentschieden einigen.

Warum wird Schach als eine Sportart angesehen?

Viele Menschen fragen sich, warum Schach eine Sportart ist, obwohl beide Spieler die ganze Partie über nur sitzen und denken. Es gibt aber Gründe dafür, warum Schach ein Denksport ist.

Schach ist kein Glückspiel. Es kommen keine Karten, keine Würfeln, keine Münzen oder sonstige Dinge zum Einsatz, die mit Glück zusammen hängen. Auf der ganzen Welt wird nach klaren, vordefinierten Regeln gespielt. Allein der Spieler entscheidet über seinen Sieg.

Die Leistung eines Spielers lässt sich genau messen. Es gibt Schach-Olympiade sowie andere Turniere und Wettkämpfe. Schach hat auch einen pädagogischen Wert, denn im Spiel lernt man unheimlich viel dazu.

All diese Dinge zählen bei der Frage, ob etwas als Sport bezeichnet werden kann. Dementsprechend ist Schach ein Denksport. Poker beispielsweise ist ein Glückspiel und zählt nicht als Sport.

Klar spielt in der Regel die körperliche Aktivität eine wichtige Rolle, aber allein dies zum Kriterium für die Definition Sport zu machen ist strittig. So dürfte dann beispielsweise Motorsport nicht als Sport angesehen werden, da man ja die ganze Zeit nur auf dem Motor sitzt.

  1. Schach sorgt für gesellige Stunden. Menschen aller Nationen, unabhängig vom Alter und körperlicher Fitness können zusammen Schach spielen, denn die Regeln für Schach ist weltweit gültig. Nicht nur im echten Leben, sondern auch bei Schach Online ohne Anmeldung lernt man viele verschiedene Menschen kennen.
  2. Indem man viele Schachpartien gewinnt, wird das Selbstbewusstsein enorm gestärkt, denn es ist ein gutes Gefühlt den Gegner auf geistiger Ebene zu schlagen.
  3. Das Gehirn wird vergrößert, indem durch dem Denkprozess immer neue Dendriten (bestimmte Gehirnzellen) vergrößert wird. Die eigene Leistung wird auf Dauer gesteigert. Das Gedächtnis wird trainiert und man kann sich viel besser an Dinge erinnern. Nicht umsonst wird Schach Spielen in Schulen gefördert.
  4. Schachspieler lernen mit Fehlern umzugehen, denn nicht mal der beste Weltmeister kann von sich behaupten, niemals einen Fehler beim Spielen begangen zu haben. Man lernt die Fehler zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen.
  5. Der Spieler wird im gesamten Spiel laufend dazu gezwungen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Verhaltensforscher schätzen, dass ein Mensch am Tag ca. 20.000 Entscheidungen treffen müssen und die Konsequenzen für seine Entscheidung tragen muss. So ist es auch im Schachspiel. Fast jeder Zug basiert auf eine freie Entscheidung. Mit Schach lernst du kluge Entscheidungen zu treffen.
  6. Schach steigert die Konzentrationsfähigkeit. Dabei ist es wichtig, diese Konzentrationsphase möglichst lange aufrecht zu erhalten. Besonders für Kinder ist Schach eine gute Methode, Geduld zu trainieren. Aber warum ist Geduld so wichtig? Bei einem wissenschaftlichen Experiment haben Forscher beobachtet, dass Kinder geduldig sind, um etwas noch besseres zu erhalten, später eine größere Chance auf akademischen Erfolg und eine Reihe positiver Persönlichkeitseigenschaften haben.
  7. Für Schach braucht man keine besondere Ausrüstung wie andere Sportarten. Man ist völlig flexibel. Egal wo man sich befindet, man kann immer spielen. Mit den heutigen Schach Online Spielen ohne Anmeldung geht es noch einfacher. Alles was du dafür brauchst , ist eine Internetverbindung und ein mobiles Endgerät oder ein Computer.
  8. Schach zeigt, dass harte Arbeit mit Erfolg belohnt wird, denn je mehr du übst desto besser wirst du. Versuche aber nie das Schachspiel perfekt zu meistern, denn wiederum kann schnell zur Verzweiflung und Frustration führen. Genieße deine Geistesblitze und lerne aus deinen Fehlern.
  9. Schach lehrt logisches Denken. Beim Spielen wird vom Spieler verlangt, logische Strategie zu verstehen und sie einzusetzen. Durch viel Übung lernt man Weitsicht, indem man seine Figuren nicht unnötig in Gefahr bringt.
  10. Die Wahrscheinlichkeit dement zu werden, wird verringert. Indem man ständig sein Gehirn auf Trap setzt, wird das Gedächtnis geschult, Dinge zu merken. Durch regelmäßiges Schach-Spielen, werden ältere Menschen sich leichter an Dinge erinnern und nicht so vergesslich.

Der beste Tipp um in Schach besser zu werden ist viel Schach zu spielen, denn Übung macht den Meister. Dabei ist es nicht wichtig, ob du gegen echten Spieler oder online gegen den Computer spielst. Du musst einfach nur viel spielen, um dich zu verbessern.

Außerdem solltest du dich nicht entmutigen lassen, wenn du nicht alle Schachpartien gewinnst. Selbst die besten Weltmeister verlieren mal. Hab Spaß im Spiel und lerne aus deiner Niederlage.

Heutzutage kannst du auf viele Spieleportale Schach Online ohne Anmeldung spielen, wobei alle Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Die oben genannten Regeln sind nur Grundbegriffe, die du für das Schachspiel brauchst. Dabei haben wir noch nicht über die Strategie geredet. Es ist aufgrund der Komplexität von Schach nicht möglich, alle Strategien niederzuschreiben. Alles über Schach zu lernen ist daher eine Lebensaufgabe. Manche Menschen widmen sich ihr Leben lang dem Spiel.

Vorteile beim Schach Spielen gegen den Computer

Auf schachspielen.org kannst du alle Schach Spiele kostenlos gegen den Computer spielen. Der Vorteil dabei ist, dass du keinen Mitspieler brauchst, um Schach zu üben.

Wer sich in Schach verbessern will, muss viel spielen und viel üben. Nicht immer hat ein echter Spieler Zeit, um mit dir zu spielen. Schach Online gegen den Computer dagegen ist immer verfügbar. Außerdem ist ein Computer intelligenter als ein Mensch und kann viel mehr Züge innerhalb kürzester Zeit berechnen.

Auf der Website findest du verschiedene Variationen von Schach. Beginne als Anfänger mit leichten Sachpartien, um dich erst einmal zu orientieren. Mit der Zeit kannst du die Levels steigen und schwierigere Schach Versionen ausprobieren.

Wenn es dir irgendwann immer noch nicht reicht, kannst du online Schachstunde nehmen. Diese sind in der Regel aber kostenpflichtig.

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